• Unsere Arbeit

    Nach dem Ende des Ost-West-Konflikts und dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 hat die Friedrich-Ebert-Stiftung die Transformationsprozesse in den ehemaligen Sowjetstaaten Estland, Lettland und Litauen auf verschiedenen Ebenen begleitet und unterstützt. Um ihre Arbeit in den Baltischen Staaten zu intensivieren, eröffnete sie 1993 bzw. 1994 Auslandsbüros zunächst in den Hauptstädten Lettlands und Estlands, in Riga und Tallinn. Ein Jahr später öffnete das Büro im litauischen Vilnius seine Pforten.

    Mit dem Zerfall der kommunistischen Staatenwelt veränderten sich die Rahmenbedingungen für die politische Auslandsarbeit der Stiftung grundlegend. Neben vertrauensbildenden Maßnahmen, vormals von zentraler Bedeutung für die Entspannungspolitik der 1980er Jahre, traten andere inhaltliche Ziele, wie die Unterstützung bei der Entwicklung der Zivilgesellschaft und die Förderung von Partizipation am politischen Geschehen. Seit dem 1. Mai 2004, dem Beitritt der Baltischen Länder zur EU, sind Kooperation und Dialog mit den anderen europäischen Mitgliedsstaaten noch einmal stärker in den Vordergrund gerückt. Dieser Dialog konzentriert sich auf für die drei Transformationsländer besonders relevante Themen, wie die regionale Kooperation im Ostseeraum, die Förderung einer gemeinsamen europäischen Energiepolitik und die Unterstützung bei der Implementierung eines europäischen Wirtschafts- und Sozialmodells.

    Schwerpunkte unserer Arbeit in den Baltischen Ländern sind:

    • Zivilgesellschaft
    • Regionale und lokale Entwicklung
    • Nachhaltige Entwicklung
    • Soziale Sicherheit und sozialer Dialog
    • Europäische Nachbarschafts- und Sicherheitspolitik
    • Menschenrechte

    Die Entscheidung, welche Programme durchgeführt werden, und deren anschließende Realisierung werden in den einzelnen Baltischen Ländern vom jeweiligen lokalen Büro selbstständig getroffen. Die Koordinierung der drei Büros findet in Riga statt, wo sich der Hauptsitz der Friedrich-Ebert-Stiftung in den Baltischen Staaten befindet.